Ältere Menschen erleben häufig belastende Lebenssituationen, die ihre seelische Gesundheit beeinflussen können. Verluste, Einsamkeit, chronische Erkrankungen oder kognitive Veränderungen können psychische Krisen auslösen oder verstärken. Depressionen, Angststörungen, Delirien oder wahnhafte Vorstellungen gehören deshalb zunehmend zum Betreuungsalltag – sowohl in stationären Einrichtungen als auch in der ambulanten Versorgung.
Betreuungskräfte nehmen Veränderungen häufig als Erste wahr. Sie verbringen viel Zeit mit den betreuten Menschen, erleben Stimmungswechsel, Rückzug oder Verhaltensauffälligkeiten und können dadurch einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Wahrnehmung psychischer Krisen leisten. Gleichzeitig ist es wichtig, die eigene Rolle zu kennen, Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen zu gewinnen und die Zusammenarbeit mit Pflegefachpersonen gezielt zu gestalten.
Dieses Seminar vermittelt praxisnahes Wissen über die häufigsten psychischen Krisen im Alter und zeigt auf, wie Betreuungskräfte angemessen reagieren, Gespräche einfühlsam führen und Betroffene unterstützend begleiten können.
Lerninhalte
- Psychische Gesundheit im Alter
- Depressionen
- Angst und Panik
- Delir erkennen
- Wahn und Halluzinationen
- Suizidale Äußerungen
- Grenzen der Betreuungskraft
- Deeskalierende Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung
- Selbstfürsorge im Umgang mit emotional belastenden Situationen
- Praxisnahe Fallbeispiele, Übungen und Erfahrungsaustausch
