Psychologische Sicherheit beschreibt ein Arbeits- und Lernklima, in dem Menschen ohne Angst vor Bloßstellung, Bestrafung oder negativer Bewertung ihre Gedanken äußern, Fragen stellen, Fehler zugeben und Unsicherheiten ansprechen können.
Auszubildende und Mitarbeitende befinden sich täglich in Situationen, in denen sie bewertet werden. Häufig entstehen Gedanken wie: „Wenn ich frage, denken alle, ich bin unfähig.“ „Lieber mache ich gar nichts als etwas falsch.“ „Wenn ich einen Fehler zugebe, bekomme ich Ärger.“ „Ich möchte mich nicht blamieren.“
Praxisanleitende nehmen eine Schlüsselrolle ein. Durch ihr Kommunikationsverhalten, ihre Feedbackkultur und ihre Haltung prägen sie maßgeblich das Arbeitsklima und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass alle Vertrauen entwickeln, Verantwortung übernehmen und ihre berufliche Handlungskompetenz Schritt für Schritt erweitern können.
Dieses Seminar vermittelt Erkenntnisse aus der Lern- und Organisationspsychologie und zeigt praxisnah, wie psychologische Sicherheit im Ausbildungsalltag bewusst gestaltet werden kann.
Sie belegen im Seminar 16 Unterrichtsstunden für Ihre berufspädagogische Fortbildung.
Seminarinhalte
- Was bedeutet psychologische Sicherheit?
- Psychologische Sicherheit als Grundlage für Selbstwirksamkeit und Motivation zur beruflichen Entwicklung
- Bedeutung für Lernen, Teamarbeit und Patientensicherheit
- Angst als Lernbremse – warum Menschen häufig schweigen
- Fehlerkultur zwischen Verantwortung und Lernchance
- Vertrauen als Grundlage
- Kommunikation, die Sicherheit vermittelt
- Fragetechniken zur Förderung von Reflexion und Eigeninitiative
- Entwicklungsorientiertes Feedback
- Umgang mit Unsicherheiten, Fehlern und schwierigen
- Fallarbeit und Austausch
