Menschen in der außerklinischen und klinischen Intensivpflege gehören zu den vulnerabelsten Patientengruppen überhaupt. Langzeitbeatmung, Tracheostoma, PEG-Sonden, zahlreiche medizinische Hilfsmittel, eingeschränkte Mobilität und komplexe Grunderkrankungen erhöhen das Risiko für chronische und schwer heilende Wunden erheblich. Gleichzeitig stellen diese Wundsituationen hohe Anforderungen an Prävention, frühzeitige Diagnostik und eine individuell angepasste Versorgung.
Dieses Seminar vermittelt aktuelles Fachwissen zur Entstehung, Prävention und Behandlung typischer Wunden in der Intensivpflege. Im Mittelpunkt stehen medizinproduktassoziierte Druckverletzungen, Dekubitus, Wundheilungsstörungen sowie hautschonende Versorgungsstrategien.
Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Handlungsempfehlungen verknüpft.
Die Fortbildung ist im Rahmen der Rezertifizierung ICW® mit 8 Fortbildungspunkten anerkannt.
Seminarinhalte
- Besonderheiten der Haut und Wundheilung bei intensivpflichtigen Menschen
- Risikofaktoren für chronische und komplexe Wunden
- Medizinproduktassoziierte Druckverletzungen (MDRPI)
- Dekubitusprävention und -therapie
- Tracheostoma- und PEG-assoziierte Haut- und Wundprobleme
- Wundheilungsstörungen nach operativen Eingriffen und invasiven Maßnahmen
- Schmerzmanagement, Infektionsprophylaxe und Exsudatmanagement
- Praxisnahe Fallbesprechungen und Erfahrungsaustausch

