Der Begriff MARSI ist die Zusammenfassung für Hautschädigungen, die im Zusammenhang mit klebenden Verbandmitteln stehen. Dieses Akronym basiert auf der englischen Bezeichnung Medical Adhesive-Related Skin Injuries.
Solche Hautschädigungen kommen im Versorgungsalltag häufig vor, werden oft unterschätzt und können für den Betroffenen gravierende Konsequenzen haben. Eine sehr häufige Folge von MARSI sind Skin Tears, sogenannte Einrisse fragiler Haut. Sie treten als traumatische Wunden oft bei älteren Menschen, aber auch bei Neugeborenen und Kindern auf. Besonders gefährdet sind Menschen, deren Haut noch nicht oder nicht mehr voll belastbar ist. Wenn solche Wunden nicht zeitnah erkannt und sachgerecht behandelt werden, können Komplikationen wie Infektionen und chronische Wunden resultieren.
Die Inkontinenz-assoziierte Dermatitis (IAD) ist eine irritativ-toxische Kontaktdermatitis. Der beständige Kontakt mit Urin und Stuhl irritiert die Haut und es bilden sich z. B. Ausschlag, Ekzeme bis hin zur IAD, bei der sich die Haut rund um die entsprechenden Stellen stark entzündet. Es liegt eine oberflächliche Entzündung der perinealen Region vor. Eine IAD ist klar vom Dekubitalulkus abzugrenzen! Zudem werden Praxisaspekte aus dem DNQP-Expertenstandard „Erhaltung und Förderung der Hautintegrität in der Pflege“ vorgestellt.
Die Fortbildung ist im Rahmen der Rezertifizierung ICW® mit 8 Fortbildungspunkten anerkannt.
Lerninhalte
- Definition der einzelnen Krankheitsbilder und Kategorisierung (Gradeinteilung)
- Entstehung, Lokalisation
- Unterschiede zwischen verschiedenen Hauttönen
- Assessment
- Risiken, Komplikationen
- Therapie und Prävention
- Analysen von Fallbeispielen

