Zusätzlich zu den körperlichen Beschwerden bedeutet eine chronische Wunde für den Betroffenen immer auch eine Einschränkung seiner Lebensqualität. Oftmals geht mit einer Belastung des sozialen Umfelds ein Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben einher. Der Lebenswandel kann nicht wie gewohnt selbstbestimmt gestaltet werden. Im Vordergrund des Expertenstandards „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“ stehen, entsprechend die wund- und therapiebedingten Beeinträchtigungen der Betroffenen, z. B. Schmerzen, Geruchs- und Exsudatsbelästigungen sowie Bewegungseinschränkungen.
Hautbezogene Probleme haben Auswirkungen auf unsere Gesundheit und das Wohlbefinden! Der Expertenstandard „Hautintegrität“ beschreibt Hautprobleme und wie diesen durch eine frühzeitige Identifikation spezifischer Risiken sowie eine umfassende Information und Beratung der Betroffenen vorgebeugt werden kann.
Die Fortbildung ist im Rahmen der Rezertifizierung ICW® mit 8 Fortbildungspunkten anerkannt.
Seminarinhalte
- Inhalte beider Expertenstandards mit dem Fokus auf praxisrelevante Themen
- Voraussetzungen auf pflegerischer Seite: Qualifikation und Fachwissen
- Inhalte von Wundanamnese und -assessment
- Umgang mit wund- und therapiebedingten Beeinträchtigungen, Beispiele
- Aspekte der Hautpflege zur Prävention von Inkontinenz-assoziierter Dermatitis (IAD), Windeldermatitis (WD), Intertrigo und Skin Tears
- Hautpflege bei Xerosis cutis (Hauttrockenheit) und bei leichten Formen von Intertrigo, IAD und WD (gekennzeichnet durch Erytheme, aber keine Erosionen oder klinische Infektanzeichen)
- Aspekte der Edukation
- Einrichtungsbezogene Voraussetzungen und hygienische Aspekte
- Evaluation

